Anerkennung und Gerechtigkeit
für weibliche und männliche
Betroffene konfliktbezogener
sexualisierter Gewalt
Erinnern. Eine Stimme sein.
Handeln.
Anerkennung und Gerechtigkeit
für weibliche und männliche
Betroffene konfliktbezogener
sexualisierter Gewalt
Erinnern. Eine Stimme sein.
Handeln.
Am Morgen des 7. Oktober 2023
israelische Zivilgemeinden und Militärstützpunkte im Süden Israels:
Feuerte mehr als 500 Raketen in strategisch koordinierten Salven ab.
Griff mehr als 1.200 Männer, Frauen und Kinder an und ermordete sie.
Verschleppte 251 Menschen in den Gazastreifen, darunter Männer, Frauen, ältere Menschen und Kleinkinder.
Setzte sexualisierte Gewalt als Kriegswaffe ein.
Ging an verschiedenen Tatorten nach ähnlichen Mustern vor, was auf vorherige Planung und Vorsatz hindeutet.
Verübte auch in der Geiselhaft weiterhin sexualisierte Gewalt gegen weibliche und männliche Geiseln.
Nach diesen
Ereignissen
schlossen sich führende Expertinnen aus den Bereichen Recht und Geschlechterforschung zusammen und gründeten das Dinah-Projekt, das sich zum Ziel gesetzt hat, Anerkennung und Gerechtigkeit für alle Betroffenen sexualisierter Gewalt in Konflikten zu erreichen.
Das Dinah-Projekt und sein Gründungsmitglied Prof. Ruth Halperin-Kaddari spielten eine entscheidende Rolle dabei, ein UN-Expertenteam unter der Leitung von Pramila Patten, Untergeneralsekretärin der Vereinten Nationen und Sonderbeauftragte des UN-Generalsekretärs für sexualisierte Gewalt in Konflikten (SRSG-SVC), nach Israel zu holen.
Patten und ihr Expertenteam hatten den Auftrag, Informationen über sexualisierte Gewalt in Konflikten (CRSV) seit dem 7. Oktober 2023 zu sammeln, zu analysieren und zu überprüfen. Sie dokumentierten eindeutige Belege für schwere sexualisierte Gewalttaten wie Vergewaltigungen, Folter und Erniedrigungen. An mehreren Orten kam es zu Vergewaltigungen und Gruppenvergewaltigungen, insbesondere auf dem Nova-Musikfestival, entlang der Straße 232 und im Kibbuz Re’im.
Das UN-Expertenteam stellte an mehreren Tatorten ein wiederkehrendes Muster fest: Die Opfer, überwiegend Frauen, wurden vollständig oder teilweise entkleidet aufgefunden. Ihre Körper wiesen Schussverletzungen und Verstümmelungen auf.
Unter Berücksichtigung des Indiziencharakters dieser Beweise kam das UN-Expertenteam zu dem Schluss, dass sie auf vorsätzliche sexualisierte Gewalt hindeuten, darunter sexuell motivierte Folter und brutale Gewalttaten. Das Team war zudem überzeugt, dass diese Gewalt auch gegen weibliche und männliche Geiseln in der Gefangenschaft fortgesetzt wurde.
Unsere Wirkung
Das Dinah-Projekt hat unter anderem Briefings für den UN-Sicherheitsrat (New York), das Büro des UN-Hochkommissars für Menschenrechte (Genf) sowie hochrangige Mitarbeitende des Weißen Hauses durchgeführt.
Bereits kurz nach seiner Gründung schuf das Dinah-Projekt eine umfassende rechtliche und beweisbezogene Grundlage und entwickelte sich sowohl in Israel als auch weltweit zu einer führenden Stimme, die Anerkennung und Gerechtigkeit für die Betroffenen sexualisierter Gewaltverbrechen vom 7. Oktober und während der Geiselhaft fordert.
Im Juli 2025 erschien die englische Ausgabe des Buches „A Quest for Justice“. Es bietet eine umfassende und fundierte rechtliche und faktische Analyse der sexualisierten Gewaltverbrechen, die am 7. Oktober und während der Geiselhaft begangen wurden. Darüber hinaus zeigt das Buch konkrete juristische Wege auf, um sexualisierte Gewalt, die als Kriegswaffe eingesetzt wird, strafrechtlich zu verfolgen.
Die deutsche Ausgabe des Buches enthält zusätzliche Informationen und Aktualisierungen, die seit der Veröffentlichung der englischen Ausgabe zusammengetragen wurden, darunter auch Aussagen weiblicher und männlicher Überlebender der Geiselhaft der Hamas. Diese Aktualisierungen wurden auch in der hebräischen Ausgabe des Buches veröffentlicht, die im August 2026 erschien.
WIRKUNG
Das Dinah-Projekt hat unter anderem Briefings für den UN-Sicherheitsrat (New York), das Büro des UN-Hochkommissars für Menschenrechte (Genf) sowie hochrangige Mitarbeitende des Weißen Hauses durchgeführt.
Bereits kurz nach seiner Gründung schuf das Dinah-Projekt eine umfassende rechtliche und beweisbezogene Grundlage und entwickelte sich sowohl in Israel als auch weltweit zu einer führenden Stimme, die Anerkennung und Gerechtigkeit für die Betroffenen sexualisierter Gewaltverbrechen vom 7. Oktober und während der Geiselhaft fordert.
Sexualisierte Gewalt in Konflikten (CRSV) ist eine brutale Kriegswaffe, die von angreifenden Kräften gegen die Zivilbevölkerung eingesetzt wird. Sie umfasst ein breites Spektrum an Gewalttaten, die nach herkömmlichen strafrechtlichen Maßstäben nicht immer unmittelbar als sexualisierte Gewalt erkannt werden. Dieses Phänomen tritt in Konfliktgebieten immer wieder auf und ist durch eine besonders hohe Zahl sexueller Übergriffe und Vergewaltigungen gekennzeichnet.
Trotz ihrer Häufigkeit werden diese Verbrechen oft nicht gemeldet. Dies liegt zum einen daran, dass es den Betroffenen aufgrund von Traumatisierung, Scham, Angst, Stigmatisierung oder gesellschaftlichen Reaktionen schwerfällt, über das Erlebte zu berichten. Zum anderen sind viele der Betroffenen nicht mehr am Leben, weil sie ermordet wurden oder auf andere Weise ums Leben kamen.
Sexualisierte Gewalt in Konflikten äußert sich in unterschiedlichsten Formen. Dazu gehören Berührungen intimer Körperstellen, erzwungene Nacktheit in Gegenwart der entführenden Person, Verletzungen persönlicher und intimer Grenzen, Vergewaltigungen sowie weitere grausame, kaum vorstellbare Taten.
Frauen und Kinder gelten in Konfliktgebieten als besonders gefährdete Bevölkerungsgruppen. Jüngere Beispiele für dieses verabscheuungswürdige Phänomen sind die sexuelle Versklavung jesidischer Frauen durch den IS und die sexualisierte Folter an Tutsi-Frauen in Ruanda durch die Interahamwe-Milizen.
Sexualisierte Gewalt in Konflikten ist ein Verbrechen gegen die Menschlichkeit!
Screams Before Silence (Schreie vor der Stille)
Ein Dokumentarfilm über die sexualisierte Gewalt, die die Hamas am 7. Oktober 2023 verübte,
unter der Leitung von Sheryl Sandberg und unter der Regie von Anat Stalinsky („Kastina Communications“).
Wer wir sind
Das Dinah-Projekt vereint führende Expertinnen aus den Bereichen Recht und Geschlechterforschung, die entschlossen sind, dafür zu sorgen, dass die schweren geschlechtsspezifischen Verbrechen vom 7. Oktober 2023 und während der Geiselhaft weltweit nicht in Vergessenheit geraten.
Die Mitglieder des Projekts setzen sich für Anerkennung und Gerechtigkeit für alle Betroffenen sexualisierter Gewalt in Konflikten ein – unabhängig davon, wo und wann diese Verbrechen begangen werden.